LTE-Speed: Was ist mit 4G möglich?

Deutsche Telekom, Vodafone und o2 werben mit schnellem LTE-Speed. Besonders Vodafone setzt bei 4G auf Highspeed. In einzelnen Städten wie Berlin, Hannover und Düsseldorf surfen Kunden mit der Mobilfunktechnologie der vierten Generation bis zu 1 Gbit/s. Höhere mobile Geschwindigkeiten bieten die Netzbetreiber aktuell nicht. In der Theorie sind mit 4G weitaus schnellere Übertragungsraten möglich. Bevor es um den 4G-Speed in der Theorie geht, ist es wichtig zwischen LTE und LTE Advanced zu unterscheiden.

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Long Term Evolution bietet bis zu 150 Mbit/s. Bei einer Übertragungsrate von bis zu 300 Mbit/s spricht man bereits von LTE Advanced. LTE-A ermöglicht in der Theorie bis zu 3 Gbit/s oder 4 Gbit/s. Doch wie erreicht man einen solchen LTE-Speed überhaupt? Und warum bieten die Netzbetreiber keine höheren Übertragungsraten, wenn es doch theoretisch möglich wäre.

Viel Frequenzspektrum für hohe LTE-Speed notwendig

Um einen hohen LTE-Speed zu erreichen, bedarf es Frequenzspektrum. Wie wichtig für die Netzbetreiber ausreichend Spektrum ist, haben die Frequenzauktion der letzten Jahre gezeigt. Die Netzbetreiber haben dort viel Geld für Frequenzen geboten. Mancher einer wird sich vielleicht die Frage stellen, warum Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland hier bereit sind Mrd. auszugeben. Es wurde schon erwähnt: Nur mit ausreichenden Spektrum, können die Netzbetreiber ihren Kunden einen hohen LTE-Speed bieten.

4G bietet 1 Gbit/s und mehr (Bildquelle: istockphoto.com, Thampapon)

Das gängigste Verfahren für hohe mobile Geschwindigkeiten heißt Carrier Aggregation (Frequenzbündelung). Die Netzbetreiber fassen hier mehrere Frequenzblöcke (häufig 10 oder 20-MHz) zusammen. Ein Beispiel wäre die Bündelung von 1800- und 2600-MHz (jeweils 10 MHz). Auf diese Weise ist ein LTE-Speed von 300 Mbit/s möglich. Kommen noch 10 MHz  aus dem Bereich 800-MHz zu Einsatz, surfen Kunden bereits mit bis zu 375 Mbit/s. Durch die Mehrantennentechnik MIMO lässt sich eine Übertragungsrate noch weiter steigern.

Der technische Aufwand, um seinen Kunden eine hohe mobile Geschwindigkeit zu bieten, ist für die Mobilfunkanbieter in jeden Fall hoch. Telekom, Vodafone und o2 bieten nur in den lukrativen Städten hohe Übertragungsraten. In Großstädten befinden sich auch mehr Nutzer in einer Funkzelle und es gibt den Bedarf nach einem hohen LTE-Speed. Mobilfunk ist ein Shared Medium und die Nutzer teilen sich die Bandbreite in einer Funkzelle. Bietet eine Basisstation in einer gut besuchten Innenstadt bis zu 500 Mbit/s, kommt beim einzelnen Nutzer deutlich mehr als nur mit bis zu 150 Mbit/s.

Hohe Übertragungsraten in den Städten

Wenn die Netzbetreiber einzelne Städte mit einem hohen 4G-Speed ausbauen, geht es vordergründig nicht darum, möglichst viel Geschwindigkeit zu bieten. Vielmehr bauen Telekom, Vodafone und o2 besonders stark frequentierte Orte (Innenstädten, Bahnhöfe, Flughäfen) mit hohen Bandbreiten aus, um jeden Kunden einen annehmbaren 4G-Speed zu bieten.

Kein Zweifel: Der technische Aufwand ist hoch, um den Kunden schnelle Übertragungsrate zu bieten. Die Netzbetreiber bauen nur nach Bedarf aus. In dünn besiedelten Regionen reichen häufig mit 800-MHz bis zu 50 Mbit/s. Hinzu kommt, dass die Kunden häufig keine hohen mobile Geschwindigkeiten nachfragen. 15 bis 20 Mbit/s reichen vielen Nutzern zum mobilen Surfen völlig aus.    

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